Jagdhunde

Damit ich das Wesen der Jagdhunde noch besser verstehen und die Ausbildung von Jagdhunderassen noch besser unterstützen kann, besuchte ich 2007/8 einen Jagdkurs.

Bei der Ausbildung von Hunden, die Jagdhunderassen angehören unterscheide ich diejenigen, die sowohl in der Familie gehalten wie auch jagdlich geführt werden sollen und diejenigen, die als reine Familienhunde leben werden.


Jagdlich geführte Hundeschwarzer Labby 100 hoch

Bei den Hunden, die auch als Jagdhunde arbeiten sollen, liegt mir besonders die Frühförderung der Welpen und Junghunde am Herzen, um sie optimal auf die spezielle Ausbildung im Revier vorzubereiten. Der Wunsch, den Jagdhund auch in der Familie zu halten ohne ihn für die Jagd zu verderben, setzt sich immer mehr durch und lässt sich mit der entsprechenden Anleitung auch unproblematisch umsetzen. So können – außer dem Jäger selbst – auch andere Familienmitglieder mit dem angehenden Jagdbegleiter die Hundeschule besuchen und so den Jäger bei der Ausbildung des Hundes unterstützen und entlasten. Der Hund wird familientauglich und jagdtauglich zugleich. Durch die Ausbildung, die ich bei Anton Fichtlmeier genießen durfte (vielen Jägern sicher aus seinen Beiträgen in der Zeitschrift „Wild und Hund“ bekannt), kann ich hier optimale Hilfestellung geben.

Jagdhunde sind – wie alle anderen Hunde auch – Rudeltiere und brauchen den Anschluss an ihre Familie. Viele Probleme, die immer wieder bei Jagdhunden die ausschließlich im Zwinger gehalten werden auftauchen und den Einsatz von Starkzwang scheinbar unumgänglich machen, würden bei anderen Haltungsbedingungen gar nicht entstehen. Notwendig ist hierzu aber, dass sich entsprechende Bindung an den Hundeführer entwickeln kann. Ein Hund, der die meiste Zeit auf sich allein gestellt ist, wird diese Bindung aber nicht entwickeln, viel eher verselbständigt er sich.


Reika sitzend 100 hochFamilienhunde

Bei Welpen und Hunden von Jagdhundrassen, die als reine Familienhunde gehalten werden ist es wichtig, zu wissen was ich als Halter unterlassen sollte und was notwendig ist, um den Hund seiner Veranlagung gemäß artgerecht auszulasten. Beides ist notwendig, damit eine Familie an einem Hund einer Jagdhundrasse wirklich Freude haben kann. Auch die so beliebten Golden Retriever oder Labrador sind Jagdhunde und mit dem so hoch gelobten „will to please“ (soll heißen, dass der Hund leichtführig ist, weil seinem Halter gerne gefallen möchte) ist es meist nicht mehr weit her, wenn ein Fasan hochgeht oder ein Hase, Kaninchen oder Reh den Weg kreuzt.